Die bunteste Charity-Party Frankfurts: Der LoveBall 2017

Nach der äußerst erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird die regenbogenbunte Charityparty zu Gunsten der AIDS-Hilfe Frankfurt auch in diesem Jahr wieder über die Bühne gehen. Robert Mangold, Organisator des LoveBall und Chef des Gesellschaftshaus Palmengarten, wo der LoveBall stattfinden wird, hat dazu während der Vorbereitungszeit ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert: Das Konzept in Form einer Mischung aus Party und Gala ohne Zwang zur klassischen Abendgarderobe, dafür mit einem Hang zu schrillen Kostümen und fantasievollen Outfits, hat sich bewährt und kommt somit auch diesmal wieder zum Einsatz. Die Besucher sollen umherflanieren, sich unterhalten und Leute treffen können und nicht das Gefühl eines hölzernen, tradierten Balls bekommen. Mit diesem Hintergrund wurden auch keine Prominenten als Gäste eingeladen. Als Themen liegen HIV und Aids im Mittelpunkt des Balls, natürlich die Besucher und die Künstler, die als Live-Act den Abend zu etwas ganz Besonderem machen. Alle weiteren Aspekte sollen lediglich Begleiteffekte darstellen und nicht vom offenen, freundlichen, toleranten Miteinander ablenken. Dennoch wird es im Vergleich zum Vorjahr auch Änderungen geben, beispielsweise in zusätzlicher Dekoration sowie in der Umleitung der Raucher auf die Terrassen statt wie zuvor in den entsprechenden Salon. Darüber hinaus fungiert ein roter Teppich stilecht als Wegeleitung durch das Haus. Bislang wurden schon 500 Tickets verkauft und weiterhin auf insgesamt über 1.000 gehofft, um so die Summe des ersten LoveBalls noch zu übertreffen. Die Spendensumme, die dabei an die AIDS-Hilfe geht, setzt sich aus der Differenz zwischen den Einnahmen und den Kosten des Events zusammen. Wenn beispielsweise die Künstler auf ihre Gage verzichten, erhalten sie meistens eine Aufwandsentschädigung für den Auftritt wie ihre Anfahrtskosten. Dennoch sind die Kosten nicht das alleinige Entscheidungskriterium bei der Künstlerauswahl, denn der LoveBall möchte natürlich auch attraktive Acts auf der Bühne bieten können, um die Gäste zufriedenzustellen und ihnen damit einen tollen Abend zu schenken. Die Spende eines festen Betrags aus den Eintrittsgeldern hingegen könnte zu insgesamt weniger Spenden führen, doch mit dem dynamischen Spendenkonzept können proaktiv neue Partner gewonnen und dennoch höhere Einsparungen erzielt werden. So kann ein von den Veranstaltern selbst gesetztes Ziel immer wieder neu verbessert und erhöht werden, die damit auch transparent zeigen wollen, dass es sich lohnt, den LoveBall zu besuchen. Solche Events etablieren sich üblicherweise erst nach drei Jahren – das erste Jahr bringt die Neugier, das zweite die Bestätigung und das dritte die Konstituierung über nachgewiesene Qualität. Bisher sind jedenfalls erstlinig positive Rückmeldungen eingelangt, und so hofft man, künftig auch die wenigen Zweifler mit ihrem dann ersten LoveBall zu überzeugen. Dennoch ist Aids nach wie vor ein heikles Thema, zu dem die Gesellschaft lieber mal schweigt; umso schwieriger ist es, hier entsprechende Sponsoren zu finden, und umso wichtiger sind Veranstaltungen wie der LoveBall, damit dieses Thema weiterhin nicht totgeschwiegen wird. Der Hessische Rundfunk, Marco Schreyl als Moderator und die hr-Big Band als Live-Act, die den Abend eröffnet, sind diesmal neu mit dabei. Auch Marlon Roudette, der Stiefsohn Neneh Cherrys, und Kim Wilde mit ihrer unplugged-Show sind tolle Acts, auf die sich die Gäste jetzt schon freuen! Anschließend kann zu den Beats von DJ Julian Smith abgetanzt werden. Im vergangenen Jahr waren die Besucher bis drei Uhr morgens auf der Tanzfläche – für den nun kommenden LoveBall ist man also auch in Bezug auf etwaige Tanzwütige äußerst optimistisch.

 

02.10., Gesellschaftshaus Palmengarten, Frankfurt; Tickets 222,- Euro inkl. Speisen, Getränke und Showtime sowie attraktive Hotelpackages; ein exquisites Büffet von Andreas Krolik (2-Sterne-Koch im Lafleur) und Steffen Haase (Bankettküchenchef im Gesellschaftshaus), ausgewählte Weine von Top-Weingütern sowie zwei Cocktailbars sorgen für das leibliche Wohl.

 

Mehr Information findet ihr unter www.loveball-frankfurt.de

Sampler: 40 starke Hymnen!

 

Queere Hits und queere Musiker passen nicht nur zum CSD: Aktuell ist ein herausragender Sampler mit dem passenden Namen „House of Pride“ erschienen. Zum ersten Mal haben die großen deutschen PRIDE-Veranstalter ein offizielles Album zum CSD inklusive der ersten gemeinsamen Hymne veröffentlicht: Erwählt wurde „Beautiful Ones“ von Hurts aufgrund seiner eindeutigen Botschaft und der überzeugenden musikalischen Komponente. „Angesichts der ständigen Zunahme von rückwärtsgewandten Ideen und Parolen möchten die PRIDEs bundesweit ein Zeichen setzen: Wir stehen zusammen, wir sind hier und wir zeigen Flagge!“, erzählt Joerg Altenrath vom Cologne Pride. Die Idee eines eigenen Samplers stieß schnell auf große Zustimmung bei den CSD-Veranstaltern. Zwar hatte es bereits in der Vergangenheit in diversen deutschen Städten eigene PRIDE-Hymnen gegeben, jedoch noch nie über ein deutschlandweites Bündnis und vor allem auch noch nie in Kooperation mit einem Musiklabel. Erst über Sony Music wurde die Zusammenarbeit mit einem namhaften internationalen Künstler Wirklichkeit. „Der neue Sampler besteht aus vierzig sommerlichen und tanzbaren Titeln, die allesamt der queeren Community bekannt und dieses Jahr bestimmt auf vielen CSDs zu hören sein werden“, so Monique King vom CSD Berlin. „Es war uns wichtig, dass die Musik Spaß macht – aber auch ein Statement ist.“ Dieses Vorhaben dürfte gelungen sein: Mit von der Partie sind beispielsweise DJ Calvin Harris, Alle Farben, Sia, Wankelmut, Beth Ditto, Hurts und Bakermat. Von den Einnahmen profitiert die Initiative „Enough Is Enough! Open Your Mouth!“ (EiE!), die sich für weltweite Menschenrechte von LGBTIQ* einsetzt. Sie ist Deutschlands größtes Netzwerk für die queere Community, setzt hierbei starke Impulse und ruft zum aktiven Mitmachen auf. Ihre bislang letzte Aktion war eine große Spenden- und Unterschriftenkampagne zur dramatischen Situation homo- und bisexueller Menschen in Tschetschenien unter Verfolgung und Folter. Doch auch die bekannten Kampagnen wie „Mein JA habt ihr“ und „Wann hast Du entschieden hetero zu sein?“ wurden von EiE! initiiert. Aus diesem Grund stellt der queere Sampler nicht nur eine Sammlung tanzbarer Tracks dar, sondern auch ein hörbares politisches Statement zur aktiven Unterstützung der Community.

 

Mehr Information findet ihr unter www.houseofpride.de

 

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Prostitution: Die Jungs vom Bahnhof Zoo

 

Der Berliner Bahnhof erreichte einst traurige Berühmtheit durch das 1978 veröffentlichte Buch und dessen Verfilmung aus dem Jahr 1981 „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Thematisiert werden minderjährige Prostituierte, die ihre sexuellen Dienstleistungen anbieten, um sich hiervon ihr Essen kaufen und ihre Drogensucht finanzieren zu können. Auch 2017 scheint dieses Thema aktueller denn je zu sein; diesmal sind es vorwiegend junge Männer, die sich in ihrer Not verkaufen. Ehrenamtliche Helfer versorgen die Jungs mit Lebensmitteln und Kleidung. Berichtet wird von den freiwilligen Truppen, die auch für Obdachlose, Gestrandete und Junkies da sind, dass die Jungs immer jünger werden, bis zu 13 Jahren erst, und vor allem junge Afghaner dazugekommen sind. Auch eine kürzlich veröffentlichte Studie von der AIDS-Hilfe NRW zur Lebenslage von Escorts in Dortmund, Essen, Düsseldorf und Köln belegt den gestiegenen Anteil der männlichen Escorts, wenn diese hierfür auch kaum mehr an schwulen Szeneorten oder öffentlichen Plätzen zu finden sind, sondern die erste Anbahnung mittlerweile vorwiegend auf einschlägigen Internetportalen stattfindet. Befragt wurden hierzu 125 Männer im Alter zwischen 17 und 54 Jahren; das Durchschnittsalter lag hierbei bei 28,6 Jahren und somit um 5 Jahre höher als in der letzten Studie 2008 mit damals 23 Jahren. Etwa die Hälfte der Studienteilnehmer bevorzugt auch privat Sex mit Männern, während 28% sowohl gerne mit Männern und Frauen oder nur mit Frauen (24%) schlafen wollen. Auch die persönliche Einstellung zur Sexarbeit variiert recht stark, begonnen mit Sexarbeit als reine Erwerbstätigkeit über Sexarbeit als homosexuellen Lebensstil bis hin zur reinen Überlebensstrategie. Doch auch die Motivation, Spaß mit Geldverdienen zu verbinden, wurde genannt, sowie eine attraktive Verdienstmöglichkeit und die Chance, damit Schulden zu begleichen; 11% gaben an, damit ihren Drogenkonsum zu finanzieren. Manche Teilnehmer berichteten von einer positiven Einstellung zu Sexarbeit auch bereits vor ihrem Einstieg. Hierbei nimmt die eigene sexuelle Orientierung eine entscheidende Rolle ein; insbesondere für heterosexuelle Escorts ist ihre Sexarbeit ein schieres Tabuthema. Als mindestens ebenso prägend für den persönlichen Zugang ist die eigene Biografie; einige Interviewpartner waren bereits Opfer von sexuellem Missbrauch geworden und berichteten von sexueller Ausbeutung und Vernachlässigung in Kindheit und Jugend mit daraus resultierenden und bis heute andauernden gesundheitlichen Belastungen. Die aktuelle Befragung erreichte mit 41,4% der Befragten auch endlich mehr ausländische Escorts, die wiederum vorwiegend aus anderen EU-Ländern stammen (25,6% mit Schwerpunkt Bulgarien und Rumänien) sowie aus West-Balkanländern, die nicht der EU zugehörig sind (8,8%). Die Escorts leben mehrheitlich in prekären Lebensverhältnissen und ohne Krankenversicherung. Insgesamt ist der Anteil der Escorts mit Migrationshintergrund deutlich gestiegen.

Zusammenfassend lassen sich die Sexarbeiter in drei große Gruppen einteilen: Heterosexuelle Migranten in prekären Lebensverhältnissen und mit eher geringer Schulbildung, Personen mit multiplen Gesundheitsbelastungen teilweise bereits aus ihrer Kindheit und Jugend, sowie homo- und bisexuelle Escorts in relativ gesicherten Lebensverhältnissen.

Zum Thema Safer Sex gaben 62,4% an, stets Kondome zu benützen, was erschreckende 5% weniger als in der Vorgängerstudie von 2008 sind. Damals war ein direkter Zusammenhang zwischen dem Grad der Informiertheit über HIV/Aids und Safer Sex erkennbar: Je mehr die Teilnehmer über die Übertragungswege wussten, desto eher verhüteten sie mit Kondomen und beachteten sie weitere Safer Sex Regeln. In der aktuellen Studie wurde vor allem klar, dass die Interviewpartner breit gefächerte Zugänge zu diesem Thema haben, angefangen von strengem und konsequenten Safer Sex über das mehr oder weniger bewusste Eingehen von Risiken bis hin zu der Auffassung, dass die Kunden letztlich selbst schuld wären, wenn sich diese nicht ausreichend schützen. Im Vergleich zur letzten Studie ist in der Gruppe mit dem höchsten Wissensniveau und den stabilsten Lebensverhältnissen die Bereitschaft zu Safer Sex inklusive der Verwendung von Kondomen stark gesunken.

 

Mehr Information findet ihr unter www.aids-nrw.de

Auch wir sind ein Querschnitt der Gesellschaft: Schwule Polizisten im Staatsdienst

 

Auch im täglichen Polizeieinsatz wird von LGBTIQ*-Netzwerken profitiert. Zum CSD Hamburg treffen sich die bundesweiten Landesverbände von Velspol, dem Verein lesbischer und schwuler Polizisten, zum Seminar in der Hansestadt. Das Bild der Stadt in den Medien hat sich vor kurzem radikal geändert, und dazu es hat nur wenige Stunden an Gewaltbereitschaft und letztlich Gewalt selbst gebraucht. Vielleicht hat sich dadurch auch das Bild der Polizei geändert? Autos gingen in Flammen auf, Fensterscheiben zerplatzten und Personen kamen zu Schaden; teilweise werden sie mit den Folgen ihr Leben lang zurechtkommen müssen. Und obwohl aus allen politischen Strömungen sehr schnell diverse Schuldzuweisungen zu hören waren, hat sich Velspol bislang nicht daran beteiligt. Das 23. Bundesseminar, das Anfang August in Hamburg stattfindet, wird dies möglicherweise ändern. Doch noch liest man auf der Homepage das Seminarmotto „Was zählt ist der Mensch!“. Das gilt für Polizisten in besonderem Maße, da sie schließlich dem Staat verpflichtet sind und deswegen auch beim G20-Gipfel letztlich alles für die Sicherheit der Stadt und ihrer Bewohner gegeben haben. weiterlesen

 

Mehr Information findet ihr unter www.velspol.de

Loveball 2017

Bereits zum zweiten Mal findet mit dem Loveball Anfang Oktober 02.10. die bunteste Charity-Walking Party Frankfurts statt! Das Showprogramm im Gesellschaftshaus Palmengarten verspricht auch in diesem Jahr wieder einige unvergessliche Momente: Mit Kim Wilde wird die Ikone der 80er-Jahre schlechthin zu Gast sein, außerdem auch Top-Act Marlon Roudette, der als Mitbegründer des Duos Mattafix mit „Big City Life“ auf einen weltweiten Erfolg zurückblicken kann. Doch nun ist der Londoner mit kubanischen Wurzeln als respektabler Solokünstler unterwegs: Mit „New Age“ aus dem Film „What A Man“ erreichte er Platz 1 in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und mit seinem neuen Song „Ultra Love“ liefert er uns auch für dieses Jahr den Sommer-Hit! Für euer kulinarisches Wohlergehen sorgen sich der prämierte 2-Sterne-„Koch des Jahres 2017“ Andreas Krolik und Küchenchef Steffen Haase vom Gesellschaftshaus. Der gesamte Reinerlös des Loveballs kommt der AIDS-Hilfe Frankfurt zugute.

 

02.10. Loveball, ab 19.00 Uhr, Gesellschaftshaus Palmengarten

 

Mehr Information findet ihr unter www.loveball-frankfurt.de