Regenbogenfamilien in Deutschland – ein schweres Unterfangen

Harte Fakten

  • Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten

  • Eizellspenden sind in Deutschland illegal

  • In Deutschland ist eingetragenen Lebenspartnern nicht erlaubt, gemeinsam ein Kind zu adoptieren

 

Bewegt sich etwas?

Schwule und Lesben kämpfen heute immer noch für das volle Adoptionsrecht und für Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare. Zwar weisen Verfassungsgerichtsurteile aus den vergangenen Jahren darauf hin, dass sich etwas ändern wird, aber wirklich viel hat sich bis heute nicht getan – es geht nur schleppend voran.

 

Wie sieht es in anderen Ländern aus?

Gemeinschaftliche Adoptionen sind rechtlich erlaubt in Andorra, Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Island, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich,Schweden, Spanien, Portugal und dem Vereinigten Königreich. In Finnland wird ein entsprechendes Gesetz zusammen mit der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe im März 2017 in Kraft treten.

Auch Nachbarland Österreich ist uns Deutschen ein ganzes Stück weit voraus. 2015 hat das österreichische Verfassungsgericht geurteilt, dass es verfassungswidrig sei, dass es gleichgeschlechtlichen Paaren untersagt ist, ein nicht leibliches Kind adoptieren zu dürfen. Es gebe keine sachliche Rechtfertigung für eine aufgrund sexueller Orientierung unterscheidende Regelung. Grundsätzliche Bedenken, die darauf abzielten, dass es dem Kind schaden würde, wenn es mit gleichgeschlechtlichen Partnern aufwachse, seien „von vorneherein ungeeignet“ Auch der „Schutz der Ehe“ stünde dem nicht entgegen.

 

Was für Alternativen gibt es?

Adoption

Das Adoptionsrecht für Homosexuelle ist ein politisches Streitthema in Deutschland. Die Stiefkind-Adoption leiblicher Kinder ist in Deutschland jedoch erlaubt. Die gemeinsame Adoption eines fremden Kindes ist dagegen ausgeschlossen. Nur einer der Partner kann ein Kind adoptieren, der andere hat nur die Möglichkeit, das „kleine Sorgerecht“ (= eingeschränkt) auszuüben.

Leihmutterschaft

Tatsächlich greifen immer mehr schwule Paare auf die Option Leihmutterschaft im Ausland zurück. Das „gelobte Land“ dieser Möglichkeit sind die Vereinigten Staaten. Die in den USA geborenen Kinder erhalten gleich nach der Geburt einen Reisepass über die amerikanische Staatsbürgerschaft. Somit wird eine visumsfreie Einreise nach Deutschland ermöglicht. Zwar ist Leihmutterschaft in Deutschland verboten. Wurden die Kinder jedoch im Ausland ausgetragen, so werden sie in Deutschland anerkannt.

Eine Leihmutterschaft ist für die meisten Paare eine emotionale, zeitraubende und vor allem finanzielle Belastung, jedoch sind alle gewillt, diese „Bürde“ auf sich zu nehmen. Denn am Ende geht es letztendlich darum, sein Wunschkind in den Armen zu halten und das gemeinsame Familienglück zu genießen.

 

 

Die Ehe für Alle – wenn nicht jetzt, wann dann?

Zu Beginn des Jahres haben wir bereits über die Ehe für alle in Deutschland berichtet. Jetzt sind wir auf eine Initiative im Netz gestoßen, die wir kurz vorstellen möchten. Die Initiative „EHE FÜR ALLE“ ist eine Initiative zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland. Gegründet wurde das Ganze im Mai 2015 vom Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V.

Die Initiative macht sich für die gleichgeschlechtliche Ehe in Deutschland stark. Lesben und Schwule sollen das Recht haben, eine Ehe wie heterosexuelle Paare schließen zu dürfen. Sie möchten für die gleiche Liebe auch die gleichen Rechte.

Unterstützen kann man die Initiative schon über Likes auf Facebook und Co. Dort finden Unterstützer alle Informationen zu geplanten Aktionen, die besucht und unterstützt werden können. Aber auch ein Spendenkonto wurde eingerichtet.

Wenn Ihr mehr über die Initiative erfahren oder sie tatkräftig unterstützen wollt, dann besucht deren Website www.ehefueralle.de.

 

Es wurden keine Einträge gefunden.

GayWebWorld Wochenrückblick

Christopher Street Day setzt diese…

Gestern, 08:00
Zwischen St. Georg, Mönckebergstraße und Jungfern…

Münster: CSD „Stellt Euch quer!“

Gestern, 08:00
Das Motto des Christopher Street Days in Münster …

Jared Leto: "Ein Schwuler hätte ni…

23.08.2016, 08:00
Homosexuelle Darsteller haben es schwer in Hollyw…

Ich gehöre als lesbische Transfrau…

23.08.2016, 08:00
Ein Interview mit der queeren Aktivistin, grünen …

Nürnberger Lesben und Schwule feie…

22.08.2016, 08:00
Am Wochenende feiern Lesben und Schwule in Nürnbe…

Uganda: Dutzende Festnahmen bei Pr…

22.08.2016, 08:00
In Kampala stürmte die Polizei einen "Miss Pride"…

Glückliche schwule Pinguine

21.08.2016, 08:00
Wo die Liebe hinfällt: Juan und Carlos sind ein P…

Ruhr-CSD startet in Essen

21.08.2016, 08:00
Beim Ruhr-CSD heute und morgen gelten verschärfte…

Princess Cruises - Katalog 2017/18…

20.08.2016, 10:00
US-Reederei Princess Cruises wird im September ih…

Gay Outdoor Club feiert 30jähriges Jubiläum

Der Gay Outdoor Club – kurz GOC – feiert in diesem Jahr 30jähriges Bestehen. Er gehört zu den größten queeren Sportclubs in Deutschland und zugleich zu den altesten Freizeitgruppen in der Münchner Community. Dem Verein gehören 1.400 Mitglieder und 50 ehrenamtliche Tourenleiter an. Das sind beachtliche Zahlen!

GOC stammt ursprünglich aus England und ist 1986 durch den Briten John Heeley nach Deutschland „übergeschwappt“. Dafür wurde er als erster offen schwuler Sportler mit der Herung „München leuchtet“ ausgezeichnet.

2003 wurde der eher lockere Zusammenschluss von Freizeitwanderern zum eintragenen Verein, der sich 2005 dem Deutschen Alpenverein anschloss. Dass eine offen schwul-lesbische Truppe beitrat, störte niemandem bei dem eigentlich eher konservativ geltenden Verein.

Der Verein steht für offenen Umgang und gleiche Rechte für alle. Der GOC macht vor, wie es geht und lädt unter anderem Flüchtlinge ein, seine Angebote kostenfrei zu nutzen.

Das Angebot des Vereins beinhaltet Touren in der Region oder Reisen in ganz Europa. Wanderer, Ski- und Langläufer, Radfahrer und Mountainbiker, Boulderer sowie Fans von Schnee- und Bergtouren kommen voll auf ihre Kosten.

Es wird viel in die Ausbildung der Tourenleiter und in das Miteinander aller Beteiligten investiert. Das macht diesen Verein wohl auch zu was Besonderem und erklärt das jahrzehntelange und erfolgreiche Bestehen.

Wer mehr über den Verein erfahren möchte, ist zur öffentlichen Geburtstagsfeier am 08. Juli auf der Praterinsel in München ab 19 Uhr einegladen. Wer es an dem Tag nicht schaffen sollte, der kann zu einem der Thekenabende im Sub, wo der GOC jeden vierten Donnerstag im Monat die Bar betreut kommen. Ansonsten stöbert Euch auf der Website des GOC nach näheren Infos www.gocmuenchen.de

 

Wenn das Date zur Katastrophe wird...

Sicher haben viele von Euch die Erfahrung gemacht – dass nicht jedes Date so happy verläuft, wie man es sich vorher vielleicht „rosa“ ausgemalt hat. Dass es in manchen Fällen aber zu Begegnungen kommt, die mehr als unglücklich verlaufen, müssen Nutzer immer wieder fahren.

Anonyme Verabredungen – egal ob über PlanetRomeo, Gayroyal, Grindr oder Scruff – können nicht nur spannend sein, sondern auch gefährlich! Diese Erfahrung musste ein 72jähriger machen, welche ihm fast das Leben hätte kosten können. Er ist nach eigenen Aussagen seit 15 Jahren online und habe auf diese Weise viele Freunde und auch Beziehungen gefunden.

Er lernte über eine Internetplattform einen jungen Mann kennen. Er war freundlich, zurückhaltend, redegewandt und erlangte schnell das Vertrauen des 72jährigen. Das erste Treffen war ausgemacht und das verlief alles andere als gedacht. Nicht einer, sondern zwei Männer standen vor der Tür. Der eine macht sich nach einer Weile an einem Safe im Schlafzimmer zu schaffen und der andere rang den 72jährigen zu Boden, fesselte ihn und drückte ihm ein Kissen aufs Gesicht.

Die zwei Männer erbeuteten einen Laptop, Bargeld und Schmuck. Der 72jährige kam mit dem Leben nochmal davon. Das Ende hätte auch anders aussehen können.

Laut der Münchner Polizei und Beamten bei MANEO, dem schwulen Anti-Gewalt-Projekt in Berlin gab es schon weitaus schlimmere und brutalere Fälle, die einem den Schauer über den Rücken laufen lassen...

Wichtig! Betroffene sollen die Polizei aufsuchen und den Fall melden und sich ggf. auch psychologische Hilfe suchen, um das Erlebte zu verarbeiten.

 

Eine Marke mit klarer Botschaft

 

 

Die Schweden versenden und empfangen sehr gerne Briefe und Postkarten. Für viele spielt die Auswahl der Marke eine wichtige Rolle und eine Erweiterung ihrer geschriebenen Nachricht. Die Regenbogenflagge ist nicht das erste Motiv einer skandinavischen Post. Die finnische Post brachte im letzten Jahr eine Serie von Marken mit Zeichnungen des Künstlers Tom of Finland heraus, der die Lederszene weltweit beeinflusste.

 

Die Briefmarke mit Regenbogenflage wurde vn der Designerin Lisa Rydell entworfen. Die Schweden stehen voller Überzeugung hinter ihrer Idee und möchten mit der Herausgabe der Marke betonen, dass alle Menschen gleich viel wert sind und die Stärke zeigen, die es durch die einzigartigen Qualitäten und Unterschiede der Menschen gibt.

 

Na dann hoffen wir mal, dass wir ganz viele Briefe und Postkarten aus Schweden bekommen :-).